Es gibt zwar gewisse Richtwerte, wie hoch der Gasverbrauch und damit die Kosten für eine Wohnung bzw. ein Haus sind. Jedoch sind die Gaskosten von vielen Einflussgrößen abhängig. Eine davon ist die Größe der Wohnung bzw. des Hauses. Jedem wird einleuchten, dass es ein Unterschied ist, ob man z. b. eine Wohnung von 50 m² beheizt oder eine von 200 m². Entscheidend ist beispielsweise auch der Schnitt. Hohe Räume und eine Galerie verbrauchen mehr Energie, als Zimmer mit abgehängten Decken.

Ein Tipp: Oft läßt sich der Gasverbrauch nicht signifikant senken, um trotzdem Kosten zu sparen, solle ein Gaspreisrechner bemüht werden. Mit ihm lassen sich die billigsten Gastarife ermitteln.

Zugestellte oder verkleidete Heizkörper schlucken einiges an Wärme weg und steigern dadurch den Verbrauch an Gas. Schlecht gedämmte Fenster, Türen oder Wände lassen auch noch einmal einen großen Teil Wärme nach draußen, wodurch sich die Heizkosten enorm erhöhen. Falsches Lüften, z. B. über mehrere Stunden und möglichst noch bei eingeschalteter Heizung, sorgt dafür, dass die warme Luft an die Außenumgebung abgegeben wird. Es wird sozusagen zum Fenster hinaus geheizt. Weiterhin ist es von Bedeutung, ob auch Wasser mit Gas erwärmt wird. Dann ist noch in Betracht zu ziehen, wie häufig bzw. wie viel warmes Wasser in diesem Haushalt verbraucht wird.

Natürlich sind aber die Gaskosten vor allem abhängig vom Anbieter. Regional sind es bis zu sieben Anbieter im Durchschnitt, die die Kunden mit Gas versorgen. Auch hier können die Preise variieren, so dass sich die Gaskosten je nach Gasanbieter entsprechend erhöhen oder senken.

Hier ein paar durchschnittliche Gaskosten für Häuser, die kein Warmwasser mit dem Gas herstellen. Die Angaben sind in Kilowattstunden pro Jahr. Demnach hat ein Haus pro Quadratmeter einen Verbrauch von durchschnittlich 143,3 kWh/a. Ein Haus bis Baujahr 1977 kann mehr verbrauchen, da es z. B. schlecht gedämmt ist. Hier liegt der Verbrauch bei 200 kWh/a. Ab Baujahr 2002 ein Neubau mit moderner Wärmedämmung würde weniger verbrauchen, in diesem Fall 100 kWh/a. Richtig gut schneidet das KfW-Haus 70 ab, welches pro m² und Jahr 60 kWh benötigt. Bei einem Passivhaus sind sogar Werte von 15 kWh/a pro m² möglich.

In unserem Beispiel würde ein Einfamilienhaus mit 160 m² Wohnfläche rund 23.000 kWh jährlich im Durchschnitt verbrauchen. Ein Reihenhaus mit 120 m² Wohnfläche liegt bei einem Durchschnittswert von rund 17.000 kWh im Jahr. Im Vergleich dazu würde eine Mietwohnung mit rund 83 m² knapp 12.000 kWh pro Jahr benötigen. Also, worauf warten Sie, senken Sie Ihren Gasverbrauch und nutzen Sie einen Gasvergleichsrechner, so sparen Sie locker einige hundert Euro pro Jahr ein!